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Handmaschinenstickerei

      Handmaschinenstickerei

Bruno Hollenstein


   

Die Stickerei war bis 1995 in Betrieb.  Das sonntägliche Foto stammt aus dieser Zeit.  Ein erfolgreicher Sticker ist auf eine zuverlässige Hilfe angewiesen. Diese Unterstützung hat Josef in seiner Ehefrau Anna gefunden. Im Jahre 1996 feierte das Ehepaar die goldene Hochzeit.

  

 

Die Benninger Stickmaschine wurde  vor dem Jahre 1890 hergestellt. Nach einem Vermerk stand die Maschine im Jahre 1901 in Wald AR und wurde 1950  nach dem Bennenmoos gebracht.   Das Foto entstand um 1980; Josef  Oberholzer  erklärt einer Besucherin die Stickmaschine. Eine weitere Leidenschaft von Vetter Josef  war die Musik, er  hat über 60 Jahren in der Musikgesellschaft Mühlrüti verschiedene Instrumente gespielt und den Verein während vielen Jahren als Dirigent geleitet.

 
 

Das Oberholzer-Geschlecht stammt aus dem Weiler
Oberholz bei  Wald im Tösstal, die Tannen und Hügel im
hellen Tageshimmel weisen auf die waldreiche Gegend hin.  Das Wappen wurde auf Josef’s   Stickmaschine am neuen Standort in Wiezikon gestickt. Im Jahre 1864 wurde die  gemeinnützige Dorfkorporation Oberholz gegründet, alle
in der Gemeinde Goldingen lebenden Nachkommen sind
noch heute  Nutzniesser, die ausgewanderten Oberholzer Mitglieder geblieben.   

                                                             

Anna und Josef Oberholzer-Hollenstein um 1970 mit den Söhnen Othmar, Roman und Josef.

Als Bläser, Organist und Dirigent führen die  Brüder die musikalische Familientradition weiter.

Seit Ende 1995 ist die Maschine stillgestanden, sie  wurde
im Frühjahr 2007 demontiert und bei  Bruno Hollenstein
und in Wiezkon neu montiert  und ist so in der
Verwandtschaft geblieben.

Ursprünglich wurden auf der Maschine Tüchlein gestickt. 
Auf der um  1960 auf Band umgebauten Maschine hat
Josef Oberholzer bis in die 90er-Jahre vor allem  
Abzeichen und Wappen gestickt.
Kurt Gantenbein, Stickfachlehrer und Monteur,  leitet mit Sachkenntnis den Transport der Stickmaschine.
Der Kran hebt die schweren Teile auf den
Lastwagen und alles wird nach Wiezikon,...
... dem neuen Bestimmungsort, gebracht. Besondere Sorgfalt ist den beiden 4,5 Meter langen Wagen zu schenken.
Für den Aufbau werden die Gussteile geordnet abgelegt. Kleine Maschinenelemente liegen zur Montage bereit.
Mit einfachen Mitteln werden die ersten
Masse bestimmt.
Die tragenden Teile stehen und es ist Zeit für
eine kleine Pause.
Der selbständige Schifflisticker, Thomas Hollenstein,
freut sich,  bei der Montage einer der letzten noch
vorhandenen Handstickmaschinen mit dabei zu sein.
Mit grossem Interesse verfolgt Pius Annen den Montagefortschritt.

Bruno Hollenstein stehen noch
2 Wochen schaffe, loufe, schrubä bevor.
Und aufpassen, dass nichts zerbricht und die Schrauben
nicht verwechselt werden. An den Monteur,
Kurt Gantenbein, geht ein herzlicher Dank!

Die über 100 Jahre alte Stickmaschine hat ein neues
Zuhause gefunden. Margrit Meile zeigt, wie vor der
Erfindung der Stickmaschine auf dem
Appenzeller-Rahmen gestickt wurde.