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Handmaschinenstickerei

      Handmaschinenstickerei

Stickerei - Freunde

Ortsmuseum Flawil

Diese Handstickmaschine der Firma Wiesendanger  
Bruggen wurde um 1890 erbaut. Heute steht die
Maschine im Ortsmuseum in Flawil. 
Auf der Handstickmaschine werden Taschentücher
bestickt.  Bei einem Besuch im Museum kann dem
Sticker bei der Arbeit zugeschaut werden.
 Zur aufwendigen Vorarbeit gehört auch das
einsetzen neu eingefädelter Nadeln.
Dieses schön geformte Gussrad trägt das Gegengewicht
zum Stickgatter und zum Pantografen.

Textil - Museum St. Gallen

Das Textilmuseum St. Gallen beherbergt eine Saurer-Maschine mit Herstelljahr ca. 1890.
Die Stickmaschine ist jeweils am Mittwoch,- Donnerstag- und Freitagnachmittag in Betrieb.
 

Mathis AG Sirnach

Mit einem Saurer-Pantograf Typ 2S beginnt die Firmengeschichte der Mathias AG in Müselbach.  Mit einem zweiten Pachtbetrieb in Wil  konnte die grosse Nachfrage nach Stickereien erfüllt werden. 1985 werden zwei Stickautomaten Typ 2 S 15 Yard in  Sirnach, dem heutigen Standort, erworben, 1993 sind alle Aktivitäten in Sirnach zusammengefasst.

1993 wird ein Stickautomat FRW
(Farb- und Rapportwechsel) in Betrieb genommen
und alle Stickautomaten
werden auf kartenlose Datenübertragung
umgerüstet, damit ist die Aufnahme
eines Dreischichtbetriebes möglich.    

Diese Saurer-Epoca, Typ AC 16,3 Yard, wird 1998 in Betrieb genommen. Eine zweite Maschine folgt  nach.

Mit der Inbetriebnahme dieser  Maschinen
gehört Mathis AG zu den modernsten Stickereibfabriken.

Sepp Mathis überwacht die Produktion. Die Firma Mathis AG steht für Qualität und Zuverlässigkeit. Das Bild gibt einen Eindruck von der Maschinengrösse
und der notwendigen Menge an Fadenspulen.

 

Altes Rathaus / Ortsmuseum Balgach

Bei Führungen im Lokal wird neben dem  Sticken
auch vielseitig informiert. Es stehen verschiedene
Themen zur Auswahl. LINK

Die Fahnenfabrik Heimgartner aus Wil schenkte die
Benninger Maschine 1988 der Gemeinde Balgach. Bis dahin stand sie in Bazenheid. Sticker Rutz stickte Paramente.  

Die Levy Fädelmaschine ist ein Wunderwerk der
Feinmechanik. Was da alles mittel einer
Drehbewegung bewirkt wird!

Ernst Nüesch stickt in seiner Freizeit traditionelle oder
selbst entworfene Motive, die in einem Bezug zum
Dorf oder zur Gegend stehen.

Im Museum im alten Rathaus auf der Steig seht eine Handstickmaschine. 1910 gab es in Balgach 190 Handstickmaschinen.

Balgach im St. Galler Rheintal ist seit 1870 ein Stickerdorf. Noch heute wird in zwei Betrieben gestickt.

Die Maschine wurde 2007 abgebrochen und an ihren neuen Standort im Museum transportiert. Rene Tanner fand beim Helfen so viel Begeisterung, dass er sticken lernen will.  

Sechs starke Männer tragen den Wagen zum
Handsticklokal. Kurt Gantenbein, Maschinenmonteur, überwacht die Arbeit.

 

Industriemuseum Chemnitz (Sachsen)

Handstickmaschine der Vogländischen Maschinenfabrik, hergestellt um 1909, in Betrieb bis 1990. Die ersten zwei
Maschinen wurden 1857 aus der Schweiz nach Eibenstock gebracht. Die Vogtländische Fabrik hat die Maschine weiterentwickelt und mit über 200 Patenten geschützt, bis 1913 haben 13'000 Handstickmaschinen die Werke verlassen.
Die boomende Stickereiindustrie war der grösste Industriezweig in Sachsen und hat ab
1870 – 1913 Arbeit und Wohlstand gebracht. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges ist die
Stickerei zusammengebrochen und hat die Industrie in Niedergang mitgerissen.    


Punchmaschine zur Lochkartenherstellung, Baujahr 1925.



Einfädelmaschine, hergestellt um 1900 von der Maschinenfabrik Kappel in Chemnitz.  Die Maschine legt
die 19 mm lange Nadel mit dem in der Mitte angebrachten
Oehr in eine Halterung, ein feiner Haken zieht den Baumwoll- oder Seidenfaden durch das Oehr und formt den Knopf.
Ein kleines Messer schneidet den Faden auf die
gewünschte Länge.  Die Nadeln werden danach in
die Klupper der Stickmaschine eingesetzt.

Über einen Leseautomaten steuert die hier hergestellte Lochkarte die  Gatter der Schifflistickmaschine und
ersetzt so den Sticker, der bisher den Pantografen der Stickmaschine geführt hat.  Diese Weiterentwicklung ist der erste Schritt zur Automatisierung, Leistungs-  und Qualitätssteigerung der Schifflistickerei. Der wesentliche Vorgang der anspruchsvollen Pantografenführung muss nur noch einmal zur Herstellung der Punchrolle gemacht werden. Die Laufzeiten der Hochleistungsmaschinen werden ausgedehnt.  Im Jahre 1909 liefen im Vogtland und dem Erzgebirge 400 Stück Lochkartengesteuerte Schifflistickmaschinen.